
Biergeschichte seit 1777
Hopfen und Malz in Freistadt
Die Gemeinde Freistadt ist seit Jahrhunderten mit dem Thema Bier verbunden. Seit der Gründung der Braucommune in Freistadt war diese immer unabhängig. So konnte immer selbst entschieden werden, wer das hier ansässige Bier brauen darf.
Die Freistädter hatten bereits 1363 das Recht erlangt, eigenes Bier zu brauen und auch auszuschenken. Dazu musste die Brauerei aber innerhalb der Stadtmauern liegen. Dieses Recht, das Herzog Rudolph IV ausgesprochen hat, kann man noch auf der Urkunde von damals nachlesen.
Braucommune in Freistadt – die einzige Europas
Der Grundstein für den Bau eines neuen Brauhauses wurde 1770 gelegt und nach 10 Jahren Bauzeit stand es auf dem Grundstück der Stadtschreibergärten. Die damals brauberechtigten Freistädter schlossen sich zur „Braucommune in Freistadt“ zusammen. Die Rechtsform einer „Commune“ ist im Handelsregister noch heute als solche eingetragen und gilt auch mittlerweile als die letzte in Europa.
Jedes der zum Brauen berechtigten Häuser darf 15 Eimer (damalige Maßeinheit: Eimer=ca.56 Liter) Bier brauen und Anteile von 140 Eimern pro Haus dazukaufen.
Das Brauhaus in Freistadt
Das barocke Gebäude steht seit 1986 unter Denkmalschutz und wird derzeit bis zur Landesausstellung 2013 umgebaut. Ab Ausstellungseröffnung der Grenzüberschreitenden oö Landesausstellung 2013 "Alte Spuren - Neue Wege" kann man das Brauhaus im Zuge der Landeausstellung besichtigen.
Seit Ende 2012 gibt es auch einen Braugasthof - hier werden die Gäste kulinarisch verwöhnt. Spezielle Gruppenführungen während der Landesausstellung können unter +43(0)720 300 305 reserviert werden. Für Tischreservierungen im Braugasthof wählen Sie bitte +43(0)7942 72772.
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